Was bedeutet der NSA-Skandal für mich als Privatperson?

Eigentlich sollte die Frage andersherum gestellt werden:
Was bedeutet der NSA-Skandal für mich nicht?

Ziemlich jeder hat von dem NSA-Skandal mitbekommen.
Die NSA hat Daten des Internets durchleuchtet, das “Brief-
geheimnis” verletzt, private Nachrichten gelesen, etc…

Okay, ich kann verstehen, wenn man da erstmal geschockt ist.
Die Vorstellung, dass jemand den Chatverlauf auf Facebook
lesen kann, den ich mit meiner Freundin führe, ist unbequem.
Das nur als Beispiel. Allgemein geht einem da so einiges im Kopf
herum: ALLES WAS ONLINE IST, IST TRANSPARENT VOR
FREMDEN LEUTEN? Puh, krass. Da wird einem erstmal bewusst,
was man so alles ins Netz gestellt oder von sich preisgegeben
hat. Oder nicht?

Leider geht eine Menge Energie bei vielen Privatpersonen dadurch
verloren, dass sie sich an diesen Gedanken aufhängen und in
eine Art Angstzustand verfallen. Zudem ist das Thema ja, wenn man es
weiterdenkt, nichtmehr smalltalkfähig und nach 2 Sätzen gegessen!

Mal weitergedacht…

Das Web hat rund 2500 mio. User. (Stand 2012)
Davon sind es rund 600 mio. in Europa.
Die NSA hat rund 40.000 Mitarbeiter.

Bei der Datenmenge die die Internetgemeinde so täglich produziert,
ist es sogar für Laien kaum vorstellbar, dass man im Detail von einem
NSA-Mitarbeiter verfolgt wird. Wie soll das funktionieren?

Desweiteren ist doch völlig klar: Nur weil die NSA meine Daten, die
ich SELBST INS NETZ STELLE durchleuchtet, heißt das nicht, dass
mein Nachbar jetzt mehr als vorher über mich weiß. (Ausgenommen
vll. die Bewohner der Nachbarschaft der NSA Zentrale mit Sitz in Maryland.)

Wovor muss ich im Internet, welches durch mittlerweile gegen fast jedes
Gesetze verstößt, Angst haben? Geht es ums Prinzip,
verurteile ich die geheime Kontrolle von Daten. Ich bin jedoch genauso
daran interessiert, Sicherheit zu genießen.

Solange ich also nicht nach Plutonium für den Bau einer Atombombe
suche, oder mich mit meinen Terrorkollegen übers Web bezüglich
der neusten Waffenbestellung austausche, habe ich nichts zu befürchten.
Die Vorstellung, dass die Stalker und Perversen, die auf Kinderjagt im
Internet auf Beutesuche sind, durch ein kontrolliertes Web besser
auffindbar sind, gefällt mir sogar sehr!

einzige Alternative: Radikale Disziplin!
Für die, die aus Prinzip nicht wollen, dass irgendeiner die Inhalte, die sie
ins Netz stellen, kontrollieren kann, habe ich nur einen Tipp.
Zieht den Stecker oder deaktiviert Euer WLAN!

 

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