Supergeil

Muss in Zukunft jede Marke im Social Web #supergeil sein?

 

Der virale Youtube-Hit „Supergeil“ sorgt zur Zeit für einen Aufschrei im Social Web. Wenn selbst die großen Medienhäuser über ein Youtube Video berichten, muss ja etwas Großartiges dahinter stecken? Die Meinungen über den Spot gehen weit auseinander. Viele finden den Spot total überzogen und befürchten, dass die Marke EDEKA darunter leiden wird.

Hinter dem Youtube-Spot steckt die Hamburger Agentur „Jung von Matt“, das Ziel der Eigenmarken-Kampagne ist die Steigerung der Bekanntheit in der jüngeren Zielgruppe. Die Songvorlage  „Der Tourist feat. Friedrich Liechtenstein – Supergeil“ tanzt bereits seit einem Jahr im Netz umher. Der Darsteller Friedrich Liechtenstein ist bereits 2012 mit dem Musikvideo „Kackvogel“  von Solomun in der Netzgemeinde bekannt geworden.

 

Das EDEKA-Musikvideo „Supergeil“ hat bereits nach 10 Tagen über 4,6 Mio Views auf Youtube und es werden wohl noch mehr werden. Auf Facebook und Twitter wird der Hashtag #supergeil bereits als Superlativ für viele Objekte verwendet. Der Apfel ist nicht mehr superlecker, sondern #supergeil!

Jede supergeile Bemerkung wird mit dem EDEKA-Spot in Verbindung gebracht.

 

EDEKA bietet sogar Videobotschaften für supergeile Geburtstagskinder, Frauen, Mütter, Kollegen, Männer und Väter an.

 

Insgesamt ist es eine mutige Kampagne von EDEKA. Das Video hat definitiv zur Steigerung des Bekanntheitsgrades in der jüngeren Zielgruppe beigetragen.

 

Doch bei allen Lachern und der Negativmeinung vieler, die einen fetten, verwirrten Opa im Lebensmittel “Milch mit Müsli” badend einfach nur geschmacklos finden:

 

Mir stellt sich die Frage, ob man die junge Leute in Zukunft nur noch so erreichen kann?

Die Kids und Teenies erwarten von den großen Marken auf Facebook, Twitter Youtube und Co. und nur noch eines: Unterhaltung! Und das scheinbar um jeden Preis!

 

Ich habe das Gefühl, dass wir nichtmehr durch informative Mehrwerte begeistern können, da flaches Entertainment, also leicht verdauliche Kost, mittlerweile erwartet wird!

Ist mit einer Überentertainmentisierung (Dieses Wort ist eine Selbsterfindung) des Netzes zu rechnen… so wie man es beim Fernsehprogramm seit Jahren verfolgen kann?

 

 

 

 

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