Lehrauftrag an der DHBW-Ravensburg

Am 21.05.2014 war es soweit, meine Lehrtätigkeit für dieses Semester an der
Dualen Hochschule Ravensburg endete um 16:30.

In insgesamt 24 Unterrichtseinheiten, also 3 geballten Tagen, habe ich zusammen mit René Kius
von Kius Kommunikation das Fach “Social Media in der Wirtschaftskommunikation” gelehrt.
Für mich war es die erste Lehrtätigkeit, bei der ich auch Schüler sein durfte:

Der Unterschied zwischen Studenten und Kunden
Der erste Tag begann mit einem Test. Wir wollten herausfinden, wie tief die Studenten im Thema
Social Media bereits informiert sind und wieviel Erfahrung sie im Praxisumgang haben.
Schließlich saßen uns 22 Studierende gegenüber, welche in Firmen wie Duravit oder Kia arbeiteten.
Wir ließen die Studenten in Projektgruppen eine Analyse von jeweils einer Firma anfertigen
und präsentieren. Das führte zur ersten Erkenntnis:

Unsere Studenten sind noch nicht in einem Bereich festgelegt und haben einen breit gefächerten
Horizont an Interessengebieten und Wissen. Anders als bei Unternehmern, die sich auf ihre
Tätigkeit, Branche und wichtigen Bereiche in der Unternehmensführung konzentrieren müssen
und dies bereits mehrere Jahre tun.

Die Frage “Was ist Social Media?” und “Welche Kommunikationskanäle gibt es?” waren somit
hinfällig. Der Einstieg war höher.

Eine große Überraschung – Spieltrieb wecken!
Unsere Studenten waren es gewohnt sehr analytisch, stringent, strukturiert und geplant zu arbeiten.
Zwar war René eher skeptisch gegenüber meinem Vorschlag, den ich ihm einen Tag vor dem letzten
Tag Unterricht machte, doch vertraute er meinem Bauchgefühl.
Mein Plan war es, die Studenten von allen Bandagen und Vorgaben zu befreien und “spinnen” zu
lassen. Wer kann kreativ sein, wenn eine Tafel voller Bedingungen und Vorgaben
vor ihm steht?

Mit den Worten: “Jetzt spinnt mal rum, übertreibtmal, schlagt mal über die Stränge, alles ist erlaubt!”
entließ ich sie in 60 Minuten Praxis und in die 4 festgelegten Teams.
Zugegeben, ich war selbst etwas gespannt, weil ich befürchtete, sie seien schon zu “verstrukturiert”,
was ich an der Reaktion auf die Aufgabenstellung gemessen hatte. Nach meiner Aufforderung, zu
“spielen” war es still und die Studenten sichtlich irritiert.

Was dann passierte war pure Zauberei und hat die Erwartungen der Studenten,
von René und mir übertroffen:

Die Studenten präsentierten mit großer Euphorie ihre Ideen mit Zeichnungen an der Tafel,
mit Slides am Beamer und mit Interaktionen mit uns als Dozenten. Die Ideenqualität war
überwältigend:

So sollte eine Druckerei z.B. eine Kampagne starten, bei welcher man unter dem Motto
“Druck Mi” Selfies von sich und der Person die man drückt auf Facebook laden. Für jedes
10. Bild sollte die Druckerei einen Baum am Standort pflanzen.
Als Gewinn wird eine Box voller Eigenprodukte (Bücher) verlost, welche in der Druckerei
gefertigt wurden und werden.

Eine andere Gruppe wollte Anne & Paul in die verschiedenen Handwerksbetriebe schicken
um in Tagebuchform deren Erfahrungen und Erkenntnisse abzubilden. Unter dem Motto
“Anne & Paul machen’s” soll z.B. jungen, zukünftigen Azubis auf unterhaltsame und ansprechende
Art gezeigt werden, was man in den verschiedenen Betrieben erleben und machen kann.
Anne führt männliche Berufe aus (Mechatroniker, etc.), Paul eher weibliche (Schneiderei, etc.).
Regelmäßig gibt es ein Kräftemessen zwischen den beiden. So tauschen beide z.B.
Einen Hammer in einer bestimmten Stadt in einem bestimmten Zeitrahmen gegen andere
Gegenstände ein.
Der Gewinner hat den hochwertigeren Tauschgegenstand aus seinen Zwischentauschgeschäften
ertauscht. Fragen wie: Wer wiegt präziser 100g Wurst ab? Oder: Wer sägt schneller einen
Baumstamm durch?, werden spielerisch mit YouTube-Videos und Posts beantwortet und die
Aktionen dokumentiert.
Für eine Institution, welche Ansprechpartner für Handwerksberufe ist, wäre das eine tolle Sache!

Fazit aus dieser Aktion:
Die Studenten waren selbst überrascht, was aus lustigen, freien und ungezwungenen Albereien und
Diskussionen resultieren kann. Die Gruppen präsentierten Ansätze und z.T. detaillierte Ideen,
die so 1 zu 1 umsetzbar wären!
Nun folgen die Klausur… und die Abschlussfeier.

Ein erfolgreicher KMU über Social Media

Zugegeben, es ist anstrengend, Unternehmen und deren Menschen
dahinter auf Social Media zu sensibilisieren.
Da kam mir die Idee, einfach einen erfolgreichen Unternehmer zu
diesem “Neuen” Bereich in der Kommunikation zu befragen.

Hier das Interview
mit Volker Geyer,
Geschäftsführer von
“Malerische Wohnideen.”

1. Wieviele Mitarbeiter hat Ihre Firma?
Unser kleines Unternehmen hat 6 Mitarbeiter

2. Seit wann besteht die Firma?
Ich bin in 3ter Familiengeneration selbstständiger Malermeister.

3. In welcher Branche sind Sie mit Ihrem Unternehmen tätig?
Branche “Maler”. Wir sind spezialisiert auf individuelle Wandgestaltungen.

4. Auf welchen Social Media Kanälen sind Sie mit Ihrem
Unternehmen präsent?

Wir bespielen Facebook, Twitter, XING, Youtube, Pinterest und Google+

 5. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihre Unternehmenskommunikation
auf Social Media Kommunikation zu erweitern?
Was hat Ihnen Kopfzerbrechen bereitet?

Anfang 2010 fiel bei mir aus unterschiedlichen Gründen die Entscheidung,
unser Marketing komplett ins Internet zu verlegen. Dies mit neuer Website
und neuem Domainnamen. Folgerichtig fing ich im Oktober 2010 an,
einen
eigenen Weblog mit regelmäßigen Beiträgen zu schreiben.
Konsequenterweise
startete ich nach und nach eigene Kommunikations-
kanäle in den sozialen Medien.
Kopfzerbrechen hat mir dabei nichts bereitet,
im Gegenteil.
Alles verlief sehr reibungslos. 

 6. Haben Sie fixe Arbeitszeiten, an welchen Sie Posts
und Meldungen verfassen?

Ja! Morgens von 5.30-7.00 kümmere ich mich um meine Communities,

schreibe Blogbeiträge und dergleichen. Ansonsten bin ich tagsüber lediglich
sporadisch mal auf dem einen oder anderen Account.
Wie das genau bei mir abläuft, lesen Sie hier http://tinyurl.com/phvq6fx

7. Wer kümmert sich um den Dialog bei Ihren Social Media Präsenzen?
Das mache ich komplett alleine.

 8. Wie lange dauerte der Prozess, die Online-Kommunikationskanäle
routiniert zu bestücken und den Dialog verlässlich und nachhaltig zu führen?
Im Prinzip endet dieser Prozess nie ganz. Bis wir so aufgestellt waren, wie wir heute
agieren, hat es etwa 2 Jahre gedauert. Ich persönlich investiere ca. 2 Stunden jeden Tag
in unsere Social Media Aktivitäten.

9. Welcher Nutzen motiviert Sie, Social Media Kommunikation
zu betreiben?
Wie messen Sie den Nutzen?
Ganz einfach: ich frage unsere Kunden, woher sie kommen, wie sie auf uns aufmerksam

geworden sind. Diese Informationen wandern in eine Excelltabelle und diese Tabelle
gibt mir entsprechende Auswertungen. In 2013 haben wir 72% des gesamten Firmen-
umsatzes über das Internet generiert, 27% allein über die sozialen Medien. Weitere Infos
dazu lesen Sie hier http://tinyurl.com/p22azyq.

Zudem steigern wir unseren Bekanntheitsgrad mit Social Media erheblich.
In 2013 verzeichnete unsere Internetseite
insgesamt 2,9 Mio Seitenaufrufe,
lesen Sie mehr dazu unter http://tinyurl.com/ntrenq6

10. Was hält Ihrer Meinung nach Unternehmen Ihrer Größe davon ab,
sich der rasanten Entwicklung der gesellschaftlichen Kommunikation
anzupassen und auf Social Media Ebene zu kommunizieren?
Wenn ich mich so umhöre, dann sind die Bereitschaft zu unvermeidlichem, zusätzlichen

Zeiteinsatz und die Angst vor negativen Kommentaren meiner Meinung nach die größten
Hürden für Neueinsteiger.

11. Haben Sie Mentoren oder Beispiele, die Sie im Social Media Bereich
als besonders gelungen betrachten?
Mentoren habe ich keine. Zahlreiche Social Media Best Practice Beispiele aus dem
Handwerk finden Sie in meinem gerade erschienenen Buch
„Der Internet-Marketing-Plan für Handwerksunternehmen“.
Hier sind diese Firmen unter „Partner“ aufgelistet.
http://internet-marketing-im-handwerk.de

12. Warum sollte ein KMU auf die Online-Kommunikationskanäle
setzen? Was raten Sie den Zögerern?

Wenn Sie ein Unternehmen haben, das regelmäßig etwas zu berichten hat,
wenn es interessante Produkte anbietet, wenn es seine Kunden begeistert und
motivierte Mitarbeiter beschäftigt, dann ist Social Media für Sie wie ein Schatz,
der geborgen werden will. Noch länger zögern, kann ein entscheidender
Wettbewerbsnachteil werden.

Kontaktdaten zur Firma “Malerische Wohnideen”:

Homepage: www.malerische-wohnideen.de

Twitter: @schoenewaende
Facebook: www.facebook.com/malerische.wohnideen
Google+: https://plus.google.com/111408510230188232702
YouTube: http://www.youtube.com/MalerischeWohnideen
Pinterest: http://de.pinterest.com/schoenewaende/
Xing: https://www.xing.com/profile/Volker_Geyer2
Blog: http://www.malerische-wohnideen.de/blog-uebersicht.html

—-

Sie wollen mehr über Social Media Kommunikation erfahren?
Greifen Sie zum Telefon und rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail:

Moritz Kempf, Junge mit Ideen,
Tel.: +49 176 / 202 534 81
moritz@jungemitideen.de

Kreativbranche: Stellt Teilrechnungen!

Seit 2006 findet meine selbständige Tätigkeit
quasi im Bereich der Kreativbranche statt.
Bereits während dem Studium konnte ich mir
den ein oder anderen Tipp von meinen Dozenten
aus der Praxis holen und von deren Erfahrungen
lernen.

Wer sich selbständig macht, hat meistens nicht
Rechnungswesen oder Buchhaltung neben seinem
Kreativbereich studiert. So ist die logische Heran-
gehensweise, wie man sie sich bei der eigenen
Kauferfahrung abschauen kann, naheliegend.

Leistung wird erbracht – Rechnung wird gestellt.

So habe auch ich angefangen sogenannte Endrechnungen zu stellen.
Da es meist kleinere Projekte waren, klappte das auch wunderbar.

Bis 2007 ein Gastronom aus Meersburg ein umfangreicheres Projekt nicht bezahlte.
Im Rahmen des Mahnverfahrens kam es zur Gerichtsverhandlung, welche nur einen
Vergleich bewirkte. Das hieß, ich bekam die Hälfte der ausstehenden Summe bezahlt,
musste jedoch meine Anwaltskosten selbst tragen. Pech gehabt!

Der Rat meines Anwalts leuchtete ein:

Stellen Sie Zwischenrechnungen!

Beispielmodell Homepageprojekt:
1/3 bei Beauftragung
1/3 nach definierter Mitte des Projektes (Nach der Gestaltung)
und 1/3 als Schlusszahlung (Nach der Programmierung).
So leistet der Kunde bereits einen Vertrauensbeweis und macht ein Zugeständnis
über die schriftliche Beauftragung hinaus. Da streitet es sich einfacher, sollte es
zu Komplikationen kommen!

Diesen Tipp beherzige ich bis heute mit Erfolg und lege ihn jedem, der in der Kreativ-
branche arbeitet, ans Herzen. Ist zwar ein wenig mehr Aufwand, lohnt sich aber als
Versicherung gegen den “worst case”.

Ein kleiner Film, der die Motivation zum Selbstwertgefühl vor respektlosen Kunden
stärken soll:

Ich wünsche viel Erfolg!

 

 

 

 

 

Interview mit Heike Hoffmann, 16-jährige Schülerin auf der Media Convention Berlin 2014

Mit 16 Jahren auf der Bühne bei der Media Convention Berlin 2014 im
Rahmen der Republica 2014.

Dieses Interview ist auf der re:publica 2014 entstanden. Ich hatte
es zuvor mit Jan Keller geführt und herausgefunden, dass er nicht
der einzie Besucher mit 16 Jahren ist. Heike Hoffmann und war sogar
Interviewpartnerin bei der Media Convention Berlin 2014 an der Seite von
LeFloid und anderen Christoph Krachten (Präsident bei Mediakraft München)

Das Interview wurde von Jan Keller geführt.

Hallo Heike, Du bist bei der re:publica 2014. Was erwartest
Du von
diesem Event?
Neue Kontakte, neue Perspektiven und die Möglichkeit, mich
netzpolitisch besser zu informieren. Interessante Begegnungen mit
Menschen im “real-life”, mit welchen ich auf Twitter bereits
kommuniziere.
Das hier ist wie eine Art Twitter-Klassentreffen. Man sieht sich
mal wieder oder lernt sich kennen.

Wie kommunizierst Du mit Deinen Freunden, welches
ist das  meist
genutzte Programm/App oder Tool?
Whatsapp nutze ich sehr stark. Ein bisschen Facebook, da es mir alles
bietet, was ich brauche. Alles läuft darauf zusammen. Es ist eine
multifunktionale Plattform für mich. Sollte ich mich entscheiden müssen,
würde ich zu Facebook NEIN und zu WhatsApp JA sagen!

Stimmt es, dass Facebook uncool geworden ist?
Ja

Du zählst zu den sogenannten “Digital Natives”, also denen,
die
mit dem digitalen Zeitalter aufgewachsen sind. Siehst Du
Dich in
dieser Rolle, separiert von den Digital Immigrants,
also denen, die
sich mit dem digitalen Wandel in der
Kommunikation eher schwertun?

Woran merkst Du es?
Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, habe mit 8 Jahren mein erstes
Laptop bekommen. Google z.B. ist für mich ein Begleiter, den ich mir
nicht mehr wegdenken kann in meinem Leben!
Die Digital Immigrants sind zu langsam. Sie hinken Trends einfach
nur hinterher.
Ihnen scheint die Geschwindigkeit von Veränderungen zu hoch zu sein.

“Yes we scan” war der Aufruf einer eigenen Bewegung:
Die NSA-Affäre machte
viele Menschen skeptisch im Umgang mit
Daten, Profilen und Angaben im
Internet. Du bist bei vielen
Social Media Kanälen angemeldet, hast Du da

keine Angst vor Datenmissbrauch?
Nein. Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der mir von Anfang an bewusst
war, dass meine Daten aufgezeichnet werden. Ich bin mir im Klaren darüber,
dass alles dokumentiert wird und finde es normal für mich.
Für die Allgemeinheit bereitet es mir Sorge, was der Grund dafür ist, dass ich
mit meiner Partei SPD politisch dagegen angehen möchte.

———-
Leider mussten wir an der Stelle abbrechen, da sie auf eine
für sie wichtige 
Session gehen musste.

Hier Auszüge aus ihrem Auftritt auf der Stage 11 der Media Convention
Berlin im Rahmen der re:publica 2014.
Thema: “Du verstehst mein Fernsehen nicht”:

Mehr über Heike findet Ihr hier:
www.twitter.com/sozenmaedchen

justpurepink.wordpress.com

 

 

Mit 16 Jahren auf der re:publica 2014

Jan dürfte einer der jüngsten Besucher der re:publica 2014
sein.
  Dieses Interview führten wir auf der Reise nach Berlin:

Jan, einer unserer ehemaligen Praktikanten und Bruder vom
Netzwerkpartner Mario Keller, fuhr mit mir im Zugabteil mit.
Die Idee, ein Interview zu machen kam mir, als ich mit Jan ein
paar sehr interessante Worte gewechselt hatte. Besonders seine
Einstellung zum Gleichgewicht von der Offline- und der Onlinewelt
hat mich beeindruckt!

Jan (links im Bild) ist 16 Jahre alt und wurde extra von der Berufsfachschule
für Wirtschaft in Wangen für den Trip nach Berlin auf die
re:publica vom Unterricht befreit.

Hallo Jan, Du bist auf dem Weg zur re:publica 2014.
Was erwartest Du von diesem Event?
Ich erwarte interessante Gespräche mit Leuten auf der
Media Convention und der re:publica. Da ich dort das erste Mal
bin, werde ich bestimmt interessante Menschen treffen die mich
weiterbringen und inspirieren. Was mich sehr interessiert sind
die Themen zur Veränderung der Gesellschaft als Reaktion auf
das Internet und umgekehrt.
Da ich selbst im Social Media Bereich arbeite, bin ich mir sicher,
dass ich einige Inputs auch direkt anwenden kann und einigen
spannenden Vorträgen lauschen darf.

Wie kommunizierst Du mit Deinen Freunden, welches
ist das
meist genutzte Programm/App oder Tool?
Januar 2010 war ich der erste aus meiner Klasse, der auf
Facebook ging. SchülerVZ hat mich gelangweilt. Von Anfang
an habe ich mich sehr stark mit den Möglichkeiten auf Facebook
beschäftigt. Mittlerweile ist Facebook für mich ein Alltags-
gegenstand geworden. Also nichts spannendes mehr. Meistens
sind es hierbei Gruppenposts in geschlossenen Gruppen oder
Chats. Öffentlich posten tu ich nichtmehr viel, da ich mit der
Öffentlichkeit etwas vorsichtig geworden bin.
(Angst vor Negativeinflüssen auf zukünftige Bewerbungen.)
Facebook ist für mich nicht so wichtig. Am meisten kommuni-
ziere ich mit der App “WhatsApp”.
Twitter nutze ich für öffentliche Posts, Meinungsäußerungen
und Stellungnahmen.
Das mache ich sehr intensiv. Ich schätze die Community sehr
und die Inhalte, die Kanäle, die ich mir zurechtgelegt habe,
sind immer sehr informativ für mich.

Stimmt es, dass Facebook uncool geworden ist?
In meiner jetzigen Generation würde ich “JA” sagen.
Facebook wird immer älter. Meine Eltern nutzen Facebook
sehr oft für die Freizeitplanung und um sich die lustigen
Gags anzusehen. Ich bin mit meinen Eltern nicht befreundet,
weil ich mich nicht für deren Inhalte interessiere und die
Kontrolle umgehen möchte.
Auf Facebook nervt mich auch die Verkommenheit der
Rechtschreibhygiene. Man schreibt groß und klein wie man will.
Es wird immer mehr Quatsch veröffentlicht, was für mich keinen
informativen Mehrwert darstellt.

Du zählst zu den sogenannten “Digital Natives”, also
denen, die mit dem digitalen Zeitalter aufgewachsen
sind. Siehst Du Dich in dieser Rolle, separiert von den
Digital Immigrants, also denen, die sich mit dem
digitalen Wandel in der Kommunikation eher
schwertun? Woran merkst Du es?

Ja ein Unterschied ist sehr spürbar. Die älteren Menschen tun
sich sehr schwer mit den neuen Medien, weil sie die Entwicklung
nicht ganz verstehen. Sie wollen es verstehen, doch brauchen
sie jemanden, der es ihnen beibringt.
Immer mehr Digital Natives geben sogar Vorträge um den
älteren Generationen etwas beizubringen. Dass Kommunikation
so große Dimensionen annimmt, ist für die ältere Generation
nicht greifbar. (Reichweite eines Posts auf Facebook).

Leider urteilen Digital Immigrants sehr schnell negativ über
die neuen Medien, wenn sie überfordert sind, statt sich neugierig
zu nähern. Die Digital Immigrants sehen hauptsächlich das Negative,
solange, bis sie selbst davon einen Nutzen haben. Das ist fast
immer so. Das sieht man sogar am Beispiel der Schulpolitik.
Diese verbietet es Lehrern mit ihren Schülern auf Facebook zu
kommunizieren.

“Yes we scan” war der Aufruf einer eigenen Bewegung:
Die NSA-Affäre machte viele Menschen skeptisch im
Umgang mit Daten, Profilen und Angaben im Internet.
Du bist bei vielen Social Media Kanälen angemeldet,
hast Du da keine Angst vor Datenmissbrauch?

Mir ist es generell egal wer meine Daten hat. Ich lade keine
anstößigen Sachen hoch und achte darauf, was ich ins Netz
stelle und welche Kanäle ich für was nutze.

Ich finde es toll, wenn man mit seinen Freunden teilen kann,
wo man gerade ist und was man macht. Ein bisschen sollte
man sich damit beschäftigen, sich eine halbe Stunde die Zeit
nehmen und sich vernünftig mit den Privatsphäre-Einstellungen
auseinandersetzen. Wenn man nicht will, dass einer weiß,
wo man gerade ist, kann man das ganz einfach deaktivieren.

Worin liegt für Dich der Nutzen von Social Media
Kommunikation, gibt es einen absoluten Mehrwert?

Wenn ich gerade im Kino in Kempten bin und einer Freundin
schreibe, ob sie Lust auf einen Kaffee hat, ist sie in 30 Minuten
da und ich kann meinen Besuch in Kempten sogar zum spontanen
Verabreden nutzen.
Gehe ich in einer Masse von Menschen, wie zum Beispiel eines
Festivals verloren, finde ich meine Leute einfacher durch die
Standortlokalisierung und dem Senden von Fotos.
Die Interaktion untereinander, also zwischen Firma und Endkunde
ist so noch nie dagewesen. Am Bahnsteig war ich für ganze
25 Minuten der einzige, der wusste, dass und warum die Bahn
Verspätung hatte, weil die ich die Bahn via Twitter gefragt habe.
Social Media ersetzt mühsame Ursachenforschung z.B. bei
Reklamationen. Früher war es eine Hotline, heute ist es
Facebook oder Twitter.

Welche Projekte hast Du bereits begleitet,
geleitet oder selber umgesetzt?

Angefangen hat es mit Jan & Janik. Das war mein erstes
Filmprojekt, welches eig. aus Langeweile entstanden ist.
Wir wollten einfach mal YouTube ausprobieren.
Juni 2011 hatten wir innerhalb kurzer Zeit schon
38.000 Views für unseren Kanal.
Sonst habe ich für Vereine wie den TSV Oberstaufen kleinere
Projekte umgesetzt. Für die Hündle und Imbergbahn habe
ich Filmprojekte gemacht und Podcasts erstellt.
Inhalt dieser Podcast waren aktuelle Berichte und Attraktionen
beider Betriebe. Hier geht’s zum Projekt

Seit letztem Jahr betreue ich die Facebook-Seite und den
YouTube-Channel des Aquaria Erlebnisbades in Kooperation
mit “Junge mit Ideen”.
Meine Aufgabe ist das aktive Community Management.
Hier geht’s zum Projekt

In Dornbirn habe ich für die Handballspecials
(Gemeinschaft von körperlich eingeschränken Personen)
einen Imagefilm umgesetzt. Hier geht’s zum Projekt

Hast Du ein Hobby in der Offline-Welt?
Mein Hobby ist Handball in der Liga im Verein und
gelegentlich spiele ich Tennis mit meinen Freunden.
Hier geht’s zum Video des Handballtrainingslagers 2013
meiner Mannschaft

Könntest Du Dir ein Leben ohne Smartphone,
geschweige denn Internet vorstellen?

Das Internet könnte ich mir in meinem Leben nichtmehr weg-
denken. Davon bin ich total abhängig. Das erste was ich morgens
checke sind meine Nachrichten auf Facebook, WhatsApp und Co.
Das Internet hat die tolle Eigenschaft, dass man auf so viele
interessante Dinge stoßen und Wissen zu jedem Zeitpunkt abrufen
kann.
Die Kultur und das Kennenlernen von Menschen ist einfach toll.
Auf meinem Smartphone bin ich via Social Media immer erreichbar,
das möchte ich behalten. Allein mein Zugriff auf die Bilder, die
ich meinen Freunden zeigen kann, würde ich schon sehr vermissen.
Da ich täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln Reise, habe ich über
das Smartphone und das Internet immer den Überblick, das möchte
ich nicht missen.

Welche Meinung hast Du über den Digitalen
Wandel der Kommunikation?

Ich bin sehr überzeugt von den neuen Wegen der Kommunikation.
Alles ist spannender und informativer geworden. Das birgt aber
auch Gefahren. Man muss sich genug Zeit nehmen um mal raus
zu gehen und seine Sinne benutzen. Wenn ich mir jüngere Leute
ansehe, kann ich die Negativauswirkungen der digitalen
Kommunikation sehen: Die haben zum Teil Probleme Gestiken und
Mimiken richtig zu deuten oder ihre Emotionen mitzuteilen, von der
korrekten Rechtschreibung ganz zu schweigen. Mangelnde
Bewegung und eine verzerrte Wahrnehmung sind Folgen, wenn
man immer nur vor der Flimmerkiste sitzt oder ins Smartphone
schaut. Man bekommt nichts mehr mit von der Umwelt.

Wenn Ihr mehr über Jan Keller wissen wollt,
nehmt gerne Kontakt zu
ihm auf:

E-Mail: jankeller98@me.com
http://facebook.com/jaaanke
http://twitter.com/jaaanke
http://youtube.com/smith1740
http://vimeo.com/jankeller
http://instagram.com/jankeller
http://kswangen.de

re:publica 14 - INTO THE WILD

Crossmedia, was ist das?

Mit “crossmedia” meint man die sinnvolle Abstimmung von Werbemedien
aufeinander. Dies kann sehr komplex werden, bindet man die Presse
und dialogische Medien wie Social Media & Co. mit ein.

Crossmedia macht es möglich, mehrere Werbekanäle gleichzeitig
zu bespielen und Ihre Zielgruppe somit an unterschiedlichen
Orten abzuholen. Es stärkt Ihre Reichweite und informiert aus-
führlicher und qualitativ hochwertiger wenn jeder Kanal mit den
nötigen Inhalten gespeist wird und ein ganzheitliches Konzept vorliegt.

Jedes Medium hat seine Eigenschaften, auf welche man gekonnt eingehen
muss, da sonst das Zusammenspiel nicht funktioniert oder eine unkontrollier-
bare Eigendynamik entsteht.
Weiterer Vorteil ist, dass bei der Produktion von Fotos, Texten und Film-
material bereits auf mehrere Zwecke hingearbeitet wird und Produktions-
kosten eingespart werden können.

Wer seine Inhalte nicht geordnet hat, braucht kein crossmedia!
Grundlage für den Erfolg Ihrer Unternehmens-Kommunikation, sei es
nachhaltig oder punktuell, ist die Story.
Die meisten Unternehmen sind bereits auf vielen Werbemedien
unterwegs und stellen sich dar. Da die Vielzahl der Werbekanäle
nicht vom ersten Tag an genutzt sondern nach und nach
aktiviert wird, kann es zur Isolation des einzelnen Kanales kommen.

Grundlage meiner Beratung und konzeptionellen Arbeit ist das Aufbrechen
starrer Strukturen, Analyse, Ordnung und strategische Aufstellung Ihrer
Werbe-Kommunikation.

Sehen Sie sich meine Methodik an und machen Sie sich
ein Bild von meiner Arbeitsweise.

Erfahren Sie mehr zum Aufbau von Content zum Kommunikations-Kanal.