Keine Angst vor Social Media !

Verfasst von Moritz Kempf

Einseitige Beleuchtung!
Montag, 22.07.2013, veröffentlichte Spiegel Online einen Bericht,
der mich ehrlich gesagt etwas aufgebracht hat.

Hier geht’s zum Bericht.

Dort wird der Social Media Gedanke wieder einmal nur aus einer
Perspektive beleuchtet. Er zeigt, wie realitätsfremd unsere Politiker
sind und nur sein können.
Wir haben an den Stellen Entscheider sitzen, die zum Großteil
nicht einmal klassisch kommunizieren können. Woher sollen diese
Menschen den Zugang zum Social Web haben oder den Gedanken
der Gemeinschaft im Web leben können?
Abermals wird gewarnt, nein sogar verboten anstatt sich zu öffnen.

Datenschutz wird da gebraucht, wo man Daten schützen muss!
Es ist bekannt, dass Facebook & Co. nicht gerade vorbildlich mit
Datenschutz umgehen. Es ist manchmal richtig beängstigend, was
Facebook & Co. so alles über einen wissen und einsetzen.
Doch mal ehrlich: Facebook & Co. interessieren sich nicht für das
Anliegen des jeweiligen Kindes, wenn es mit dem Lehrer chattet.
Vordergründig steht da die Kommunikation im Raum, welche für
die beiden sehr wertvoll ist. Keiner der Menschen im unmittelbaren
Umfeld kann auf diese Unterhaltung zurückgreifen und eine der beiden
Parteien bloßstellen o.ä.
Ja, die NSA hat vertrauliche Daten mitverfolgt. Das macht jeder, der
die Chance hat, so wie es aussieht. Doch den NSA Mitarbeiter juckt es
herzlich wenig, wenn ich über private Probleme mit einem Freund
schreibe, es sei denn ich verwende die Worte “Atombombe”, “Terror”,
“Plutonium” oder sonstiges in der Art.

 Sich näher kommen
Die virtuelle Art und Weise miteinander zu kommunizieren ist eine
Fortentwicklung. Das ist der Grund, warum sich Social Media Platt-
formen überhaupt einem solchen Zuwachs erfreuen.
Durch die sehr personalisierte Profilierung ist man dort als individuelle
Person unterwegs und kommuniziert von Person zu Person.
Nicht anonym wie bei Chatrooms oder Programmen wie ICQ oder Skype.
Einziger, manchmal gewinnbringender Unterschied zur “Auge in Auge”
-Kommunikation: Die Distanz.
Umgelegt auf das Lehrer-/Schülerverhältnis bedeutet das eine offenere,
ehrlichere und direktere Kommunikation. Der Schüler muss sich nicht
vor der Klasse oder der Lehrerperson stellen, sondern kann dies über
den Social Media Kanal machen wenn es um peinliche oder heikle Themen
geht. Es liegt dann allein beim Pädagogen,
wie er dieses Feedback einsetzt und in die reale Welt einbringt. Da ist
dann allein die Kommunikationsfähigkeit des Lehrers gefragt.

Ein Nebeneffekt, den ich leider auch beobachte ist, dass die Online-
Generation in der persönlichen Kommunikation Defizite entwickelt.
Beispielsweise Situationen wie Streitfragen sollten persönlich geklärt
werden können. Das ist eine wichtige Kompetenz für das spätere Leben
und den direkten, zwischenmenschlichen Umgang.
Wären die Schutzbefohlenen hier richtig gebildet und sensibilisiert,
könnte dieser Umstand vermieden werden.

Ein Verbot oder Panikmache von Paranoiden ist sicherlich
die
schlechteste Präventionsmethodik! 

 

 

Chique = Erfolg; Unternehmen, macht Euch sexy!

Kempf Moritz

Ein Beitrag von Moritz Kempf

Warum machen sogen. Fishingfirmen so viel Umsatz im Jahr?
Wieso zieht die Marke “Syoss” im Supermarktregal so eine Aufmerksamkeit auf sich?
Weshalb ist “Salesforce” derzeit in aller Munde?

Weil alle auf ihr Aussehen Wert legen!

Ich kann nicht verstehen, wie viele Firmen, besonders in Süddeutschland, ganze Stadtteile
mit nicht ansprechenden bis hässlichen Logos und Erscheinungsbildern entstellen.
Gut, zugegeben, das ist eine schon sehr angreifende Haltung.

Anders: Wieso geht ein Unternehmer fein gerichtet, bis ins Detail schön angezogen, gekämmt
und rasiert auf die Straße und zur Arbeit? Wieso haben Banken sogar die Vorschrift, dass sich
Mitarbeiter exzellent kleiden?

Weil der erste Eindruck über das Aussehen wahrgenommen wird.

Wie eingangs erwähnt stellen sich Fishingfirmen in täuschender Ähnlichkeit zu Banken
(Loginfenster) in E-Mails dar und kommen somit an Zugangsdaten.

Mein Lieblingsbeispiel ist Salesforce
Eine seit Jahrzehnten staubig-trockene IT-Wüste scheint durch den Revoluzer Salesforce
langsam aufzublühen. Sogar Hasso Plattner, Aufsichtsratschef der Firma SAP, welche in
direkter Konkurrenz zu Salesforce steht, äußert sich interessant kritisch über das Design
und Usability der SAP-Oberflächen.

Hier der Link zum Artikel im REUTERS DEUTSCHLAND. (Letzter Abschnitt – Usability)

Vorarlberg hat begriffen, was Design bedeutet!
Da ich den direkten Vergleich, auch tiefergehend, von Süddeutschland und Vorarlberg
ziehen kann, stehe ich hinter dieser Aussage.
Sogar kleinste Einzelhandelsgeschäfte putzen sich heraus und ziehen allein durch
ihr schönes Aussehen Menschen zum Stöbern an, die keine direkte Kaufabsicht mit
dem jeweiligen Ladenlokal verbanden.

Klar kostet das Geld!
Das Komische ist, dass jeder Mensch, oder sagen wir, alle Entscheider über Budgets
im Bereich Image und Gestaltung oder Werbung wissen, was der Unterschied zwischen
einem teuren und einem preiswerten Anzug ist. Warum gelingt es uns nicht, dieses
Qualitätsdenken und die Akzeptanz am “Preis für Qualität” auf die eigene Firma zu übertragen?
ROI des Aussehens?
Liebe Zahlenmenschen, es gibt ein Leben über Zahlennachweise hinaus!
Es zählt der emotionale Wert und die Wertigkeit, welche vom Betrachter mit der Firma durch
ihr Aussehen assoziiert wird. Sind emotionale Käufe bis zum Ursprung der Kaufabsicht
nachvollziehbar?

Danke: Social Media Marketing!
Social Media Marketing, prominentes Beispiel Facebook, hat unsere Gesellschaft verändert.
Plötzlich stellt sich jeder selbst dar, man erfährt weitaus mehr über sein Gegenüber als davor
und das ohne direkten Blickkontakt.
Dieser private Trend ging und geht auch in die Firmen.
Heute glaubt man keiner Selbstdarstellung mehr, die nicht von anderen, echten Menschen
untermalt wurde. Die Firmen müssen mit weitaus mehr punkten als nur ihrem Produkt oder
ihrer Dienstleistung. Sie müssen durch Sozialkompetenz, Arbeitsklime, Firmenphilosophie
und selbstverständlich auch das Aussehen überzeugen. Die Erwartungen sind höher denn je.

Auf den bewegten GIFs sieht man Gegenüberstellungen von BRAUN und APPLE Produkten.
Wer die erfolgreichere Firma ist, ist bekannt, denke ich.