Wie zerstöre ich den ersten Eindruck auf Xing?

Keine Ahnung, woher die Kontaktanfragen kommen, doch was zur Zeit auf Xing
die Runde macht ist an Unprofessionalität kaum zu übertreffen.

Scheinbar wurde in unserer Region eine Xingveranstaltung gehalten, bei welcher
den ahnungslosen Teilnehmern das “Richtige Netzwerken” von einem Laien
beigebracht wurde.

Folgender Anfragetext erreichte mich bereits mehrmals in identischer Form:

Sehr geehrter Herr Kempf,

In der Erweiterung meines Netzwerkes bin ich auf der Suche nach
neuen, regionalen Kontakten. Da unser Einzugsgebiet ein ähnliches
ist, würde ich mich über eine Kontaktbestätigung sehr freuen.
Vielleicht ergeben sich Synergien. Lassen Sie uns doch die nächste
Zeit einmal telefonieren.

“Kein engeres Band gibt es unter den Menschen, als gemeinschaftlich
gewollte, begonnene und durchgeführte Unternehmungen”. Leopold
von Ranke

Ich wünsche Ihnen einen stressfreien Tag mit vielen bereichernden
Momenten.

Viele Grüße,
Mr. Mrs. Unbekannt


Alles in allem ist der Text ja ganz nett. Der eigentliche Fauxpas geschah
danach. Auf meine Nachrichten, in welchen ich um Vorschläge für das
Telefonat bat, wurde nicht reagiert.
Generell sah man bei den identischen Kontaktanfragen eine hohe
Zahl bestätigter Kontakte in wenigen Tagen, was ebenfalls einen
Sammler entlarvt.

Xing ist  ein großartiges Netzwerk um Kontakte zu knüpfen und für den
direkten Austausch. Doch sollte hierbei mit ernsthafter Verbindungs-
absicht und Respekt umgegangen werden.

Wer ist schon gern Opfer eines Sammlers, der die Masse zuspamen
will und an persönlichem Austausch nicht interessiert ist?!

Folge für mich war das Entfernen des Kontaktes aus meiner Liste.

DONE! – Mauracher’s Super Seven Video ist online!

Wir haben ca. 5 Mal das Storyboard umgeschrieben,
so manche Nacht war kurz, weil wir auf Ideensuche waren
um die generelle Harmonie zu erreichen.
Es wurde recherchiert, ausprobiert, über sich selbst hinaus-
gewachsen, gebibbert und gefeiert:

Das Video ist fertig und wir stolz und vor Allem dankbar:

Sonja Sawoff & Hubert Mauracher ließen uns beim Treffen in
Wien viele Freiheiten und sich von unseren Ideen berieseln.

Der Waldkindergarten Langenargen zusammen mit der Gemeinde
ließ uns auf dem Grundstück filmen.

Ohne Sebastian Bauer von Eagle Pictures Germany wäre die Umsetzung
schlichtweg unmöglich gewesen!

Saskia Göppinger kümmerte sich einen kompletten Tag ehrenamtlich
um die Kinder am Set.

Dank spontaner Eltern und großartiger Kinder, konnten wir die Waldszenen
innerhalb eines Tages abdrehen.

Danke an die Familie Daiber, welche uns ihre Skye für die Anfangsszene in seinem
Kinderzimmer filmen ließ.

Christian Steiauf pustet die Kerze aus und stellt somit die wichtige Pointe dar.

Andy Heinrich und Mertkan Özdemir für die Berichterstattung in den Zeitungen.

Und unserem Kunden, dem Erlebnisbad Aquaria, für die Herausgabe
von Eintrittsgutscheinen für die beteiligten Kinder.

 

 

 

 

Berechne deine Intelligenz mit Likes

Ganz möglich ist das für den Endverbraucher noch nicht, aber die Zeit hat kürzlich in einem Artikel berichtet, dass britische Sozialwissenschaftler bei einer Untersuchung von 58.000 Facebook-Nutzern in den USA beeindruckend viele Informationen aus den Likes herauslesen konnten. Unter anderem Intelligenz, Geschlecht, sexuelle und religiöse Orientierung wurden in einem Bereich von 75% bis 95% richtig von den Wissenschaftlern erkannt. Im Fachmagazin PNAS sind die genaueren Zahlen und Hintergründe nachzulesen.

Zur Verifizierung dienten Michal Kosinski und seinem Team von der Universität Cambridge Fragebögen oder auch die in Facebook gespeicherten Informationen, bspw. über die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht. Offensichtlich ließen sich aber auch Rückschlüsse von der Intelligenz auf gewisse Like-Tendenzen schließen. So soll ein Like für Harley Davidson nicht gerade von Intelligenz zeugen. Das werden die Fans aber nicht gern hören :-)

Ist diese Transparenz bedrohlich? 

Einerseits kann man als Social Media Agentur nur fasziniert sein von den Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, andererseits ist eine Trefferquote 75% nicht extrem viel besser als bloßes Raten!

Wir freuen uns schon, wenn wir unsere Fans nach Intelligenz sortieren können :-)

fbrain

brain

Künstlersupport

Teil unserer eigenen Contentstrategie ist der Künstlersupport.
Um uns herum gibt es viele kleinere Künstler, welche nicht
genug Beachtung finden. Diese möchten wir unseren Facebook-
Fans und Kontakten vorstellen. Ganz im Sinne des Networkings.

Unser erster Künstler ist Christian Lutze.
Er ist sehr vielseitig, zeichnet und malt leidenschaftlich und
sehr gut. Sein Sinn für Proportionen und das Feingefühl für
Kompositionen und Liebe zum Detail machen ihn zu einem
besonderen Künstler.

Mit einem sehr aufwendigen Linolschnitt, also einer Schnitzung
in einer Linolplatte, erschaffte Christian ein sehr komplexes und
aussagekräftiges Bild.

Da jedes Bild mit dieser Linolplatte gedruckt wird, entsteht jeweils
eine einzigartige Haptik und Optik durch die verschiedenen  Farb-
verteilungen. Die Trockenzeit eines jeden Bildes beträgt allein schon
rund eine Woche.

Der Wert eines solchen Druckes liegt bei 310 Euro netto.
Wir verlosen 10 dieser Drucke.
Mehr dazu findet Ihr bald hier auf dem Blog.

 

 

 

 

 

Der Treppentrend

Seit ein paar Wochen setzt sich bei uns im Büro der Trend durch, die Treppe statt dem
Aufzug zu nutzen. Witzigerweise sind wir dann heute auf einen Blogbeitrag der
Karrierebibel gestossen in dem genau dies thematisiert wird. Sind da wieder irgendwelche
morphogenetischen Felder aktiv? Vielleicht merken wir aber auch nur alle, dass wir über
den Winter zugelegt haben und die vielen Impressions aus dem Social Media Konsum
sagen uns, dass wir wieder schlanker werden sollen. Wer nun denkt, dass ein bisschen
Treppen laufen doch keine Auswirkungen hat sollte sich mal die aktuelle Studie der
Oregon State Universität durchlesen. Demnach wirkt sich ein kleiner Treppenspaziergang
sehr positiv auf die Gesundheit aus, sofern es nicht der einzige Sport ist, aber so nah an
den Alpen ist das ja auch im Winter kein Problem :-)
Der Karriereblog schliesst wie folgt:
“Es ist nur ein kleiner (Treppen) Schritt für Sie, aber ein großer für Ihre Gesundheit!”

Wie man in dem Post auf unserer Fanpage von letzter Woche  sieht endet unser Bestreben
nach Gesundheit und Schönheit erst bei der Ernährung :-)

Fanpages aus Notlagen manövrieren

Wir bekommen immer wieder zu hören, dass sich Unternehmen nicht in Social Media
trauen, weil Sie Angst vor negativen Kommentaren haben. Insbesondere kleine
Unternehmen leiden stark unter der Erfahrung, dass in Foren und Chats extrem negative
Dialoge mit teils harten Beleidigungen statt finden und Sie ihr Unternehmen nicht in
diese Gefahr bringen möchten. Allerdings ist auch zu beobachten, dass auf Facebook
meist viel positiver Kommuniziert wird als bspw. in der Kommentarsleiste einer
Onlinezeitung. Dies liegt vor allem, dass man auf Facebook meist nur Inhalte zu sehen
bekommt für die man ein positives Grundinteresse hat, schliesslich hat an selbst gewählt
mit dem publizierenden Freund oder Unternehmen in Kontakt zu stehen. Grund hierfür
sind natürlich auch die positiv konnotierten Begriffe für die Verbindungen: “Als Freund
hinzufügen”  und “gefällt mir”. Witze über Hatebooks und Feindeslisten wurden schon
genug gemacht, und es gibt auch das eine oder andere asoziale Netzwerk, das sich um
Nutzer/Hater bemüht.
Grundsätzlich ist Facebook also ein positives Umfeld. Dennoch gibt es immer wieder
Hetzkampagnen, die sich wie von selbst verstärken und nur mit äusserst subtilem Social
Media Management wieder beruhigen lassen. Über diese sogenannten Shitstorm hatten
wir in unserem Blog vor einer Weile schon einmal berichtet.

Nun haben wir in einem Interview des Social Media Evolution Blogs mit Bernhard
Jodeleit über einen weiteren sehr spannenden Fall gelesen:
“Coca Cola hatte sich … vor der Ausstrahlung des ARD-Markenchecks vorbereitet. … .
So wurden im Vorfeld systematisch Fragen von Journalisten aufgegriffen und
entsprechend dieser Fragen Antworten entworfen, welche Werkzeuge als
Krisenkommunikationsmittel während der Ausstrahlung dienten. Außerdem wurden
Fakten recherchiert und zusammengetragen. Während des Markenchecks wurde
schließlich über Twitter (eher faktenorientiert) und über Facebook (eher empathischer)
die Sendung flankiert und Faktenpostings veröffentlicht. Gleichzeitig hat Coke eine
GoogleAdwords Kampagne zu einem gängigen Vorwurf geschaltet, die dazu geführt hat,
dass man bei einer Suche danach eine Anzeige zur Nachhaltigkeitsarbeit von Coke
gefunden hat.
 Im Ergebnis hat Coke an diesem Tag damit einige hundertausend Leute
erreicht und vor allem Sentiments bei Twitter und Facbeook in eine neutral bis positive
Zone ziehen können. Das heißt, in einer Gegenüberstellung der positiven und negativen
Äußerungen auf Twitter und Facebook ging das Ergebnis ziemlich erfreulich aus.
Es ging sogar soweit, dass manche, die am Anfang der Sendung gegen Coke publiziert
haben, am Ende der Sendung dann “Aber Coke schmeckt doch besser als Pepsi” und
wieder andere “Hausaufgaben gut gemacht und super kommuniziert.”
  getwittert
haben
Durch diese Vorbereitung kann man eine angemessene und auch zielführende
Kommunikation im Fall der Eskalation am besten erreichen. … . Krisenkommunikation
muss bereits vorher beginnen, durch redaktionelle (Recherche, redaktionelle
Antworten) und organisatorische Prozesse…”.

Hervorragend, oder?

Muss man als Moderator auf der Fanpage 24/7 antworten können?

Immer wieder trifft man auf die Erwartung der Kunden, dass ein Unternehmen immer
online sein muss. Ein gutes Beispiel sind hier die Stadtwerke am See, der regionale
Energieversorger am Bodensee. Wir konnten dokumentieren, wie ein Fan nach einem
nächtlichen Stromausfall am 15. Januar 2013 mitten in der Nacht ironisch auf die Fanpage
gepostet hat, dass er keine Stellungname über diesen Kanal erwartet hätte.
Dieser Screenshot wurde am Vormittag um 11:24 nach dem Vorfall gemacht:

Während der erste Post noch relativ sachlich ist, agiert die zweite Person um etwa 4:30 Uhr
schon sehr rabiat. Eventuell wäre eine frühere Dialogbereitschaft von Seiten des
Energieversorger hier besser gewesen.

Bernhard Jodeleit, Geschäftsführer von LOTS OF WAYS und Buchautor, meint in diesem
Blogbeitag, dass diese Erwartungshaltung von “unterschiedlich groß und von der
Branche abhängig”
sei. Zudem ist natürlich die Situation ein wichtiger Faktor. Während
man von KMUs, Behörden oder eben Energieversorgern im Normalfall keine durchgehende
Präsenz erwarten kann, sollte doch allen bewusst sein, dass Social Media gerade in
Krisen, ein direkter Draht zum Unternehmen ist, über welchen Kommunikation erwartet
wird. Im besten Fall besteht im Voraus ein Plan wie im Krisenfall gehandelt werden soll.
Nun scheint ein Stromausfall bei einem Stromanbieter ein Standartszenario sein zu müssen.
Dennoch konnten die Stadtwerke am See erst kurz nach 11:00 Uhr auf den Vorfall reagieren.

Bernhard Jodeleit meint, “Unternehmen müssen genaue Auslöserelemente, sogenannte
Trigger und Schwellen definieren, ab denen die Präsenz auch außerdem der Bürozeiten
erforderlich ist.”
Dieser Meinung  sind wir auch und die Stadtwerke am See schliessen sich dem
hoffentlich an :-)